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Berlin und Dresden präsentieren sich

09.03.2006

Busplaner International

Die schon traditionellen Pow Wow-„Stammestreffen" der Touristiker in Berlin und Dresden Anfang Februar gaben auch dieses Mal wieder wichtige Impulse für Städte- und Umlandreisen dorthin.

Von Spanien bis Schweden, von Holland bis Estland -aus ganz Europa, aber auch aus Amerika und anderen Weltteilen kamen Touristiker zum 3. Dresden Pow Wow Regio (450 Teilnehmer) vom 1. bis 3. Februar und zum 7. Berlin Pow Wow, der vom 10. bis 12. Februar mehr als 500 Fachbesucher zählte. Das Gros der Entscheidungsträger und Einkäufer - darunter wieder etwa ein Drittel aus der Busreisebranche - stammte freilich aus Deutschland. In Berlin präsentierten rund 140 und in Dresden 95 Aussteller viel Neues und Bewährtes aus dem touristischen Spektrum der Städte und des Umlandes.
Offensichtliche Pow Wow-Effekte für Anbieter wie Einkäufer waren auch dieses Mal: neue Kontakte knüpfen, bewährte Bindungen pflegen und lukrative Geschäfte aushandeln. Und für die teilnehmenden Reiseveranstalter kommt noch etwas hinzu. „Neben dem Geschäftlichen sind die Gespräche unter Kollegen und der Erfahrungsaustausch ganz wertvoll", betonte Busunternehmer Karl-Heinz Weber aus Helmstedt.
In Dresden bildete die weltberühmte Semperoper wieder den glanzvollen Rahmen für die Eröffnungsfeier des von der privaten destination marketing gmbh (d.p.l.) veranstalteten Pow Wow, der dieses Mal den Zusatz „regio" trug. Während der zentrale Workshop erneut
auf der Dresdner Messe stattfand, wurden ausgiebig - einschließlich Übernachtung - die umliegenden Regionen Sächsische Schweiz, Erzgebirge, Elbland und Oberlausitz besucht. Von Reiseveranstaltern werden sie gerne mit dem berühmten Elbflorenz kombiniert, entwickeln sich aber zunehmend auch zu eigenständigen Destinationen. In allen Regionen gaben sich die Gastgeber große Mühe, den Touristikern ein informatives und erlebnisreiches Programm zu bieten.
Geheimtipps
Besonders gut gelang das zum Beispiel in Sachsens ältester und bedeutendster Bergstadt Freiberg. Die Leiterin des Fremdenverkehrsamtes, Monika Kutzsche, organisierte u. a. ein kleines Konzert auf der berühmten Silbermann-Orgel im Dom, einen großen „Glück auf!"-Folkloreabend mit der Berg- und Hüttenknappschaft und eine Einfahrt in Freibergs historisches Silberbergwerk. Erstmalig gab es eine Pre-Con-vention Tour, bei der 180 Pow Wow-Gäste die touristisch noch als Geheimtipp geltende Region Chemnitz/ Zwickau kennen lernten.
Werner Kirchner vom Vorstand des Fördervereins Dresden Pow Wow e.V. zum Regio-Konzept: „Dresden findet mit dem 800-jährigem Stadtjubiläum und der wieder eröffneten Frauenkirche sehr viel Beachtung. Deshalb haben wir uns entschieden, das diesjährige Schwergewicht auf Besichtigungen im Umland zu legen. Im nächsten Jahr soll Dresden wieder im Mittelpunkt stehen." Bleib! zu hoffen, dass dann auch die Dresdner Hotellerie wieder mitzieht, die sich dieses Mal in punkto Übernachtung leider abseits stellte. Von den Fachbesuchern war dennoch durchweg Positives zu hören. SovonSvenGunnarGunnarsson, Inhaber des Busreiseunternehmens Exodus Rcsor im südschwedischen Lund: „Beim vergangenen Pow Wow habe ich einen Ausflug in die Sächsische Schweiz mitgemacht und mich dieses Mal für das Erzge-birge entschieden. Das gab
nützliche Anregungen für die nächsten Busreisen, die ich nach Dresden und in das Umland ausschreiben werde".
Der Berlin Pow Wow stellte sich 2006 in bewahrter Manier, jedoch in überarbeiteter Form vor. Als Veranstalter füngiert nun wieder die Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM) mit ihren Partnerhotels und -Agenturen. Ein neues Organisationsteam der Agentur pcma optimierte das Konzept, hatte aber auch noch mit einigen Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. So berichtete die Dänin Sonja Overgaard von dem Unternehmen Dania Reiser, dass der Bustransfer zum Theater des Westens nicht klappte, und etliche Teilnehmer der Site-Inspection „Berlin von oben"
konnten wegen der Liftkapazität nicht auf den Fernsehturm gelangen.
Neun renommierte Berliner Bühnen luden die Pow Wow-Gäste zum Auftaktabend ein. Der Incoming-Workshop fand in der Messehalle Postbahnhof statt. Von dort starteten auch die Busse zu acht Thementouren, wie z. B. Historische Stadtrundfahrt, Sportstadt Berlin und Fußball-WM oder Highlights der Kultur. Eine große Abschlussparty mit Show in den neuen Axel-Springer-Passagen vereinte alle Gastgeber und Besucher noch einmal zu einem sicher nachwirkenden Get-together-Feeling. Im übrigen wäre es nützlich, wenn sich die Pow Wow-„Häuptlinge“ künftig wieder auf eine zeitliche Vertaktung beider Incoming-Events verständigen könnten, um so viele Interessenten bequem die Teilnahme an beiden Veranstaltungen zu ermöglichen.

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