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Mein Sachsen lob ich mir
26.11.2007
Via Journal - Karl Forster
Region Dresden präsentierte sich der Reiseindustrie
Nicht erst durch den Wiederaufbau der Frauenkirche hat Dresden enormen Zulauf von Touristen aus ganz Europa. Doch man will mehr. So präsentierte sich die sächsische Metropole im Februar mehreren hundert Reiseunternehmern beim "PowWow", einer sprachlich dem indianischen entlehnten Form der Touristik-Präsentation. In zwei Tagen wurden die Tourismus-Fachleute mit dem vielfältigen Angebot bekannt gemacht. Der historischen Schlossanlage, dem Zwinger und natürlich dem seit kurzem wieder in den historischen Schatzkammer-Räumen zu sehenden "Grünen Gewölbe". Doch leider wird nur ein kleiner Teil der Dresden-Besucher die Chance haben, die historischen Räume in Augenschein zu nehmen. Über sechs Monate
im Voraus sind die Eintrittskarten ausverkauft. Zwar gibt es täglich ein kleines Kontingent an der Tageskasse, doch muss man dafür früh aufstehen und Schlange stehen. Doch der Aufwand lohnt sich. Wer doch kein Glück hat, sollte wenigstens die ebenfalls im Schloss befindliche Ausstellung des "Neuen Grünen Gewölbes" besuchen
Zum Pflichtprogramm eines Dresden-Aufenthaltes gehört natürlich auch der Besuch der Frauenkirche. Täglich zur Mittagszeit kann man bei einer kleinen Andacht den Klängen der Orgel lauschen und erhält im Anschluss eine Kirchenführung. Inzwischen bietet Dresden seinen Gästen auch ein breites Angebot an Unterkünften aller Preiskategorien. Wer es besonders edel will und nicht auf den Cent schauen muss, kann im Taschenbergpalais nächtigen, das heute ein Luxushotel der Kcmpinski-Gruppe beherbergt. In den Sommermonaten sollte man sich eine Fahrt auf der Elbe nicht entgehen lassen, vielleicht sogar mit einem historischen Raddampfer. Vom Fluss aus zeigt die Stadt ihr schönstes Gesicht.
Aber eine Dresden-Reise oder Ausflüge in die Sächsische Schweiz oder das Sächsische Elbland ist nicht vollkommen. Über Radebeul, der Heimat von Karl May und dem Staatsweingut Schloß Wackerbarth mit dem berühmten trockenen Sachsen-Wein gelangt man nach Meissen. Ein Besuch der Porzellan-Manufaktur lässt manches Herz höher schlagen (und manchen Geldbeutel schmaler werden). Die bekannten gekreuzten Schwerter sind übrigens eines der ältesten Markenzeichen der Welt. In den Schau Werkstätten des Porzellan-Museums kann man erahnen welch ein Kleinod man mit einer Meissener Porzellan-Figur erwirbt.
Das Schlösserland Sachsen macht seinem Namen alle Ehre. Die Albrechtsburg in Meissen gehört ebenso zum Pflichtprogramm wie die Moritzburg, das schon erwähnte Schloss Wackerbarth, Schloss Weesenstein und Burg Stolpen, wo Gräfin Cosel, die berühmte Maitresse August des Starken, fünf Jahrzehnte bis zu ihrem Tode verbrachte oder Schloss Pilnitz, die Sommerresideoz der sächsischen Kurfürsten.
Zurückgekehrt nach Dresden, dem "Elbflorenz", sollte man den Tag mit einem abendlichen Rundgang durch die Altstadt mit dem Nachtwächter beschließen.
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